

Dank der gewissenhaften Sorgfalt und Mühe der Winzer im Zusammenspiel mit den besonders günstigen Bodenverhältnissen gedeihen die Trauben bei uns im Burgund über die «natürliche nördliche Grenze» ihrer Reichweite hinaus. Der Erfolg der großen Burgunder Weinberge ist das Ergebnis eines, bestehenden gegenseitigen Wechselspiels zwischen den Menschen, ihren sorgfältig ausgesuchten und gepflegten Rebsorten und dem Terroir, an welches sie sich anpassten. Das geht mindestens auf das späte Zeitalter des (gallo-)römischen Reichs zurück. Im Landschaftsatlas des Yonne-distrikts des Auxerres wird das Gebiet der hügeligen Weinberge auch als „landwirtschaftlicher Garten“ definiert, welches Landschaften von großer Qualität bildet. In diesem Areal sind die Stellen, auf denen die Reben gedeihen, nur auf wenige Lagen begrenzt.
Obwohl die Hänge rund um Chablis fast ausschließlich Weinbergen vorbehalten sind, so sind die Reben südlich von Auxerre hier und dort verstreut angebaut. Sie behalten auch ihren sehr eigenen Charakter, da sie nur an den Hängen oberhalb beider Seiten des Flusses Yonne angebaut werden.
Ihr Wert wird durch dieses sporadische Auftauchen von Weinbergen in der Landschaft noch erhöht. Um unsere Dörfer herum wachsen die Reben verstreut mit anderen Landwirtschaftskulturen (Wiesen, Getreidefeldern, Wäldchen und brachliegenden Böden), wobei die Kirschgärten eine besondere Stellung einnehmen, wenn ihre beschnittenen Silhouetten zusammen mit den oft nackten Böden ein seltenes, einzigartiges Bild bieten.



